Und wie ist das mit Tieren - dürfen die auch erben? Unsinnige oder auch unzumutbare Erbauflagen sind ungültig und setzen schlimmstenfalls die gesamte Verfügung außer Kraft. Urkunden und Belege muss der Erbe dem Pflichtteilsberechtigten nach wohl herrschender Meinung nicht übergeben, es sei denn, zum Nachlass gehört ein Unternehmen. Stirbt in einer vierköpfigen Familie etwa der Familienvater, ohne ein Testament hinterlassen zu haben, beträgt das gesetzliche Erbe für dessen Ehefrau die Hälfte des Vermögens und für die beiden Kinder je ein Viertel. Theoretisch jedenfalls – einfach ist das nämlich nicht. Tod eines Ehegatten - zehn Jahre vergangen sind. Um dies zu verhindern, wird häufig eine so genannte Strafklausel hinzugefügt, nach der derjenige, der das Pflichtteil fordert, nach dem Tod des überlebenden Elternteils wiederum nur ein Pflichtteil bekommt.

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Der Pflichtteil

Beim Pflichtteil handelt es sich um ein gesetzliches Vermächtnis. Der Pflichtteil ist der gesetzlich abgesicherte Mindestanspruch des nahen Angehörigen aus der Erbschaft.
Dem Pflichtteilsberechtigten wird kein Erbteil (bestimmte Gegenstände aus der Erbmasse) zugesprochen, er hat lediglich einen Anspruch auf Geld in hälftiger Höhe des gesetzlichen Erbteils gegen den oder die Erben.

Pflichtteilsberechtigte sind gemäß § 2303 BGB Abkömmlinge, Eltern und Ehegatten des Erblassers.

BGB § 2303 Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils

(1) Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

(2) Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.


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Das Gesetz nennt ganz ähnliche Gründe für die Erbunwürdigkeit wie für die Pflichtteilsentziehung. Das gilt für: Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Das ist zum Beispiel dann eine Lösung, wenn der Sprössling einen verschwenderischen Lebenswandel führt oder überschuldet ist. Das können sie tun, indem sie entweder vorhandenes Bargeld hinterlassen oder aber eine Lebensversicherung zugunsten der Erben abschließen. Das Pflichtteilsrecht hat also in ganz hohem Maße auch eine befriedende Funktion. Das Pflichtteilsrecht setzt so der Testierfreiheit im Interesse der Beteiligung von nächsten Angehörigen eine gesetzliche Grenze. Das Pflichtteilsrecht sucht in Konfliktsituationen nach einem Ausgleich. Das Pflichtteilsrecht wurde geschaffen, um die Familie abzusichern. Dazu zählen zum Beispiel Straftaten wie versuchter Mord, vorsätzliche Körperverletzung oder auch Verletzung der Unterhaltspflicht. Die Eltern sind aber nur pflichtteilsberechtigt, sofern keine Kinder oder Enkelkinder vorhanden oder diese schon verstorben sind. die Enkel den Pflichtteil. Die Enterbten selbst gehen trotzdem nicht leer aus. Die Entziehung des Pflichtteils selbst ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich. Die Formulierung des letzten Willens ist eine solche Herausforderung.